„Damals nicht,
jetzt nicht, niemals!

100 Jahre erster Weltkrieg
Projekt

31 Künstler*innen aus den militärisch am Ersten Weltkrieg beteiligten Staaten, die Unterzeichner des Vertrags von Versailles bzw. der Pariser Vorortverträge waren, gestalten Friedenszeichen – anlässlich der Erinnerung an die Beendigung des Ersten Weltkrieges, 100 Jahre nach Verkündung des Waffenstillstands im November 1918.

31 Kunstobjekte zum Thema Krieg und Frieden

Der 28. Juli 1914 ist einer der schwärzesten Tage der Geschichte. Der Erste Weltkrieg beginnt. Als er 1918 endet, sind 20 Millionen Menschen tot.

1914/1918. Niemand, der bei diesen Jahreszahlen nicht diese düstere Assoziation hat: Krieg, weltweit. Das internationale Kunstprojekt „Not then, Not now, Not ever!“ nimmt diesen Zeitraum, 100 Jahre danach, zum Anlass eines mobilen Mahnmals. 

Im Deutschen Bundestag in Berlin war es ab November 2018 zu sehen, ab November 2019 wird es im VARUSSCHLACHT im Osnabrücker Land gGmbH – Museum und Park Kalkriese gezeigt,

2020 im UN-Hauptquartier in New York City, im EU-Parlament in Brüssel.

Das Projekt besteht aus 31 Objekten, gestaltet von ebenso vielen international namhaften Künstlern*innen aus den kriegsführenden Unterzeichnerstaaten der Verträge von Versailles und den Pariser Vorortverträgen.

Ideengeber ist der Künstler Volker-Johannes Trieb (Osnabrück), Kurator Mattijs Visser (Berlin), in Kooperation mit der Galerie Breckner (Düsseldorf), unterstützt durch die Friedensregion Osnabrück (Deutschland).

Zeitgenössische Kunst im Namen des Friedens.

Trieb hat allen Künstlern*innen jeweils einen Quader Eiche als Basismaterial zur Verfügung gestellt – im Ersten Weltkrieg geschossverwundetes Holz aus dem Frontgebiet von Hirtzbach, Elsass, Frankreich. Im Inneren dieser „Zeitzeugen“: Schwarzfärbungen durch die Reaktion der Gerbsäure der Eiche mit dem Metall der Munitionssplitter.

65 Tonnen dieses Holzes hat Volker-Johannes Trieb erworben und es seither in mehreren eigenen Kunstprojekten zum Einsatz gebracht.

Und nun also Berlin, Brüssel, New York City. Um den Friedensgedanken weltweit sichtbar ins Herz Europas zu tragen – und aus dem Herzen Europas hinaus in die Welt. Um temporär ein Zeichen zu setzen, zur Mahnung für ein friedliches Miteinander, gegen Gewalt.

Das Projekt soll an vielen Orten der Welt gezeigt werden. Und danach einen festen Standort finden.

„Not then, Not now, Not ever!“

Armenien
Australien
Belgien
Bulgarien
Deutschland
Frankreich
Griechenland
Großbritannien
Indien
Irland
Italien
Japan
Kanada
Kroatien
Neuseeland
Österreich

Polen
Portugal
Rumänien
Serbien
Slowakei
Slowenien
Südafrika
Thailand
Tschechien
Türkei
Ungarn
USA

China
Russland
Ukraine

Armenien Jean Boghossian
Australien Fiona Hall
Belgien Berlinde de Bruyckere
Bulgarien Nedko Solakov
Deutschland Günther Uecker
Frankreich Christian Boltanski
Griechenland Takis
Großbritannien Tony Cragg
Indien Anish Kapoor
Irland Sean Scully
Italien Monica Bonvicini
Japan Horio
Kanada Jana Sterbak
Kroatien Braco Dimitrijevic
Neuseeland David McCracken
Österreich Hermann Nitsch
Polen Miroslaw Balka
Portugal Pedro Cabrita Reis
Rumänien Pgeta Bratescu
Serbien Rasa Todosijevic
Slowakei Roman Ondak
Slowenien Miran Mohar, IRWIN
Südafrika Wim Botha
Thailand Rirkrit Tiravanija
Tschechien Jana Želibská
Türkei Cevdet Erek
Ungarn Sándor Pincehelyi
USA Kiki Smith

China Huang Yong Ping
Russland Ilya und Emilia Kabakov
Ukraine Aljoscha

Einleitung - Kurator

Wer heute in den Wäldern des Städtchens Hirtzbach umherstreift, im Elsass, in Frankreich, begegnet ihnen überall: Zeugen der Kämpfe, die hier im Ersten Weltkrieg stattfanden.

Schützengräben und Bunkern, Granattrichtern und MG-Nestern, Tunneleingängen und Unterständen aus Wellblech, gepanzerten Feuerleitkuppeln und getarnten Schießscharten.

Selbst heute ist es nicht ungewöhnlich, im Wald Gewehrmunition und Stacheldrahtrollen zu finden, Isolatorentrümmer und Schanzwerkzeug.

Auf Gefechtskarten ist der ehemalige Friedhof an der Straße nach Carspach als „Massengrab“ gekennzeichnet. Eine zerstörte, verwundete Landschaft. Hirtzbach war Teil der Sundgaufront und lange Zeit das Hauptgefechtsfeld.

Aber nicht nur halb vergessene Befestigungen und Projektilfragmente, Gräber und beschädigte Häuser sind Zeugen dessen, was einst hier geschah. Es sind auch die Wälder, die den Ort umgeben; sie waren Teil des Schlachtfeldes.

Es war fast 100 Jahre später, als der deutsche Künstler Volker-Johannes Trieb einen ganzen Eisenbahnwaggon voller Eichenstämme aus Hirtzbach erhielt; insgesamt 65 Tonnen Holz, Stämme bis zu 8 m Länge. Die Stämme für „Not then, not now, not ever!“ stammen aus diesen Wäldern.

Die Bäume sind stille Zeugen des Krieges – könnten sie ihre Stimmen erheben, würden sie uns eine Geschichte unaussprechlichen Leids erzählen. Einige von ihnen wurden von Artillerie getroffen, von Handgranaten, von Gewehrkugeln; alle haben das gleiche Grauen gesehen.

100 Jahre lang lagen die Spuren alldessen unsichtbar unter der Rinde der Bäume – bis heute. Es war an uns, den Künstlern, ihren Lebenswillen zu ehren, ihnen eine Stimme zu geben, um ihre Geschichte zu erzählen.

Die Kunst, der Künstler, kann dazu beitragen, die Welt zu verändern, ein friedlicheres Zusammenleben zu erschaffen. In diesem Sinne wünschen wir alle uns von unserer Arbeit innere Erfüllung – durch den Geist des Friedens.

Mattijs Visser

Einleitung - Organisation

Die Vereinten Nationen haben anerkannt, dass die Kunst die Welt verändern und dazu beitragen kann, Fortschritte in Richtung Frieden zu erzielen.

An 31 international renommierte Künstler aus den Unterzeichnerstaaten des Vertrags von Versailles und der Pariser Vorortverträge ist die Einladung ergangen, als „Botschafter des Friedens“ je ein Kunstwerk zu erschaffen.

Zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs wurden die Exponate erstmals von November 2018 bis Januar 2019 im Deutschen Bundestag in Berlin gezeigt, in der Ausstellung „1914/1918 – Not then, not now, not ever!“.

Die Idee für das Projekt „Not then, not now, not ever!“ stammt von dem deutschen Künstler Volker-Johannes Trieb, dessen Inspiration ein Buch der niederländischen Widerstandskämpfer Truus Menger-Oversteegen war. Mit Holz aus dem Kriegsgebiet im Elsass, der historischen Region Ostfrankreichs, am Westufer des an Deutschland grenzenden Oberrheins, hat Trieb auch noch andere Friedensprojekte realisiert.

Jedem der für „Not then, not now, not ever!“ ausgewählten Künstler wurde ein Eichenblock (ca. 30 x 30 x 30 cm) aus Hirtzbach zur Verfügung gestellt, einem
im Ersten Weltkrieg hart umkämpften Teil der elsässischen Front – in eingekapselten Projektilfragmenten und dunklen Verfärbungen trägt das Holz noch heute die Spuren des Krieges in sich.

Die Künstler haben dem Holz auf sehr unterschiedliche Weise Rechnung getragen. Einige Werke konzentrieren sich auf die Schrecken des Krieges, während andere Hoffnung und Freiheit zum Ausdruck bringen, alle aber schärfen das Bewusstsein für den Krieg als drastisches Ereignis und dessen Folgen bis in die Gegenwart hinein.

Die reisenden „Boten“, die initial im Berliner Reichstagsgebäude ausgestellt wurden und demnächst vorübergehend bei den Vereinten Nationen in New York zu sehen sind, werden an vielen Orten auftreten – als Appell gegen die Gewalt und für ein friedliches Zusammenleben.

Till Breckner

Einleitung - Ideengeber

„Wer Menschen fragt, ob sie den Weltfrieden wollen, bekommt von fast allen die Antwort: Ja, natürlich. Wer Menschen fragt, ob sie sich den Weltfrieden vorstellen können, bekommt von den meisten die Antwort: Nein, leider nicht.

Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, könnte man sagen.

Wir müssen also wieder anfangen, an den Frieden zu glauben.

Ein Spiel verändert eine Situation so, dass daraus etwas Neues, Unerwartetes, fast Unfassbares entsteht, es lässt echte Veränderungen entstehen und Lösungen, wo bisher nur Unlösbarkeit zu regieren schien.“

Volker-Johannes Trieb

Schirmherr

Schirmherr des Projektes

Dr. Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlaments a.D.

Zeitzeugen erster Weltkrieg

Zeitzeugen

Für die Gestaltung der Objekte wurden Holzquader in den Maßen von rund 30 × 30 × 30 cm bereitgestellt.

Die fertigen Objekte passen in die Versandkisten mit den Maßen von 70 × 70 × 120 cm.

Ideengeber
Volker-Johannes Trieb

Wenn Sie Probleme bei der Darstellung haben klicken Sie hier.

Termine

29. November 2019 – 16. Februar 2020
Ausstellungseröffnung Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH –
Museum und Park Kalkriese

Mehr Informationen
Vergangene Termine

09. November 2018 – 06. Januar 2019
Öffentliche Ausstellung im Deutschen Bundestag in Berlin

Materialien
27. November 2018 in Materialien

LESUNG aus IM WESTEN NICHTS NEUES Reichstag Berlin

LESUNG aus IM WESTEN NICHTS NEUES Reichstag Berlin, 7. November 2018 Thomas Kienast, Theater Osnabrück Erich Maria Remarque, 1898 in Osnabrück geboren, schrieb mit IM WESTEN NICHTS NEUES den Epochenroman…
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Pädagogische Begleitung

Informationen zum Vermittlungsprojekt der Hochschule Osnabrück.

Förderer, Paten, Freunde, Beteiligte

Förderer

Das Kunstprojekt wird gefördert vom Deutschen Bundestag, dem Landkreis Osnabrück, der Stadt Osnabrück, von Stiftungen und
zahlreichen Wirtschaftsunternehmen sowie von Privatpersonen der Region Osnabrück.

Unser besonderer Dank gilt den Hauptförderern:

Besonderer Dank an den Landkreis Osnabrück für dessen Unterstützung.

Paten

Ambassador Club Deutschland
Pate für den Katalog zur Eröffnung in Berlin

Auto Weller
Pate für Japan

Bankhaus Lampe KG
Pate für „Vision of Peace“ –
Volker-Johannes Trieb

Hamm Shoes & Accessoires
Pate für Irland

Bankverein Werther
Pate für Pädagogisches Projekt Hochschule Osnabrück

Heristo
Pate für Thailand

Bohnenkamp AG
Pate für Indien

igk Krabbe
Pate für Neuseeland

Brigitte Coppenrath
Patin für Australien

Intan Media Service
Pate für Ungarn

Petra Coppenrath
Pate des Projekts allg.

H. Kemper
Pate für Armenien

Delkeskamp Verpackungswerke
Pate für Tschechien

Kösterbau
Pate für Bulgarien

Dieter Fuchs Stiftung
Pate des Projekts allg.

Kreissparkasse Bersenbrück
Pate für Kroatien

Felicitas und Werner Egerland-Stiftung
Pate für Frankreich

Kreissparkasse Melle
Pate für Griechenland

Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte
Pate für Italien

Fritz Rudolf Künker
Ausstellung New York

Landkreis Osnabrück Kulturbüro
Allgemeine Förderung

VR-Stiftung
Universität Osnabrück Projekt

Lothar und Gisela Niederberghaus
Pate für Serbien

Volksbank Osnabrück eG
Universität Osnabrück Projekt

Thomas Nülle
Pate für Slowakei

Steute
Pate für Österreich

Schoeller Group
Pate für China

Pflegeteam Ulrike Caselato GmbH
Pate des Projekts

Sparkasse Osnabrück
Pate für Rumänien

Wernsing
Pate für Südafrika

Stadt Osnabrück
Pate für Ukraine

WIEMANN
Pate für Kanada

Sievert AG
Pate für Polen

Windel
Pate für Belgien

Stadtwerke Osnabrück
Pate für Russland

WM Fahrzeugteile
Pate für USA

Gebr. Titgemeyer
Pate für Großbritannien

Freunde

Alando Palais; Amazonen-Werke H. Dreyer; Becker Bau Heinrich Becker Bauunternehmen; Architekturbüro Kolde; Avanus Mineralbrunnen GmbH; AVO Werke, August Beiße GmbH; Beckmann Mineralölhandel; Bistum Osnabrück; Bohnenkamp Gisela; Brinkhege GmbH & Co KG; CHEREK Fachanwälte und Notare, Dr. Robert Sieren; Clausing GmbH; Concept SBM, Olaf Kleine Hörstkamp; Dentallabor Gerhard Kock Betriebs GmbH; DHT Automobile GmbH; Dependahl Zweiradhaus; DÄLKEN Ingenieurgesellschaft; Dütmann EDEKA; Familie Friggemann; Galerie W; Gerd und Luzia Beckmann; Götz Alsmann; Günter Zierath; Heinr. Möllering & Comp. Bauunternehmen; Werner und. Helga Hindersmann; Heinrich Fip GmbH; Heinrich Zangenberg GmbH & Co KG; Hülsmann & Tegeler; Karl Wellmann; Karl Wellmann GmbH; Klaus Lang; Koch Internationale Spedition; Kur-Apotheke Maria Elisabeth Mönter; Kutsche, EDEKA; L+T Lengermann + Trieschmann; Lehmkuhl Immobilien GmbH; Levien-Druck GmbH; MBN Bau AG; MJW Grundstücksgesellschaft; Michael Hefti; Nagel|CarGroup – Auto Stopka; PKS WMS Bruns & Partner mbB; Peter van Hüllen und Dr. Ute Langenbeck; Prof. Heiko Hellwege; Pötter Klima und Anlagenbau; Röwer Sicherheits- und Gebäudetechnik GmbH; Sabine Hopmann; Spiekermann AG Osnabrück; Stefan Schmidtwilken Malermeister; Stefan und Ivonne Schmersal; Surface+, Stefan Lange und Anke Küpper-Welzel; WfO Osnabrück e.V.; Wiesmann; Catering; Wilms GmbH – Hygiene-Holz; Wilfried Schneider

Beteiligte

Bürgerstiftung Osnabrück; Prof. Dr. Tilmann Westphalen; Raimer Wolter, Melle, Theater Osnabrück; hochzwei Tischlerei & Innenarchitektur, Osnabrück;
Karen Wortmann, KLARTEXT grafikbüro, Osnabrück

Organisation

__Ideengeber
Volker-Johannes Trieb

__Organisation
Art & Culture International gGmbH
Till Breckner / Galerie Breckner, Düsseldorf

__Kurator
Mattijs Visser

__Administrative Projektbegleitung
Landkreis Osnabrück, Helmut Kemper

__Website, Konzept und Realisierung
www.klartext-grafik.de

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